Wattwanderung auf Borkum

Beim Thema Wattwanderung scheiden sich häufig die Geister. Manche Gäste können sich einen Insel-Besuch ohne Wattwanderung gar nicht vorstellen, andere schüttelt es bei der Vorstellung, womöglich auch noch barfuß durch den „stinkenden Matsch“ zu stiefeln. Jeder ist natürlich frei, das Programm während seines Aufenthalts auf Borkum selber zu gestalten, aber wir meinen, dass sich jeder zumindest mit den Thema Watt beschäftigen sollte – einen vergleichbaren Naturraum gibt es nirgendwo anders auf der Welt, und die Faszination dieser vermeintlichen „Matschwüste“ erschließt sich leider meist erst auf den zweiten oder dritten Blick.

Es hat sich ja mittlerweile sicherlich herumgesprochen, dass eine Wattwanderung aus gutem Grund nur unter der Leitung eines staatlich geprüften Wattführers erfolgen darf. Auch wenn der Wattbereich im Süden Borkums (gleich zwischen Salzwiese und Jugendherbergsgelände) grundsätzlich recht harmlos wirkt, so sollte man sich tatsächlich nicht zu Alleingängen hinreißen lassen.

Neben dem Sicherheitsaspekt lernt man unter sachkundiger Führung ungleich mehr, sieht mehr, riecht mehr, fühlt mehr. Zertifizierte Wattführer gibt es auf Borkum einige (http://www.borkum.de/DE/erleben/natur-erholung/Wattwanderungen/index.php), manch einer singt sogar, aber die Wunder des einzigartigen UNESCO Weltnaturerbes bringen alle auf unterhaltsame Art den interessierten Gästen näher … das Watt ist eben KEIN stinkender Matsch! Auch Ihr Hund wird sich über einen Spaziergang am Strand und durch das Watt freuen. So können Sie das Watt direkt aus Ihrer Ferienwohnung auf Borkum gemeinsam mit Ihrem Hund genießen.

Nationalpark Wattenmeer

Dass Borkum zum „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ gehört, hat sich sicherlich bei den meisten Gästen herumgesprochen oder ist vielleicht für den einen oder anderen sogar ein Grund, Borkum zu besuchen und sich die unterschiedlichen Naturräume, die die Insel zu bieten hat, an zu sehen. In einem Nationalpark setzt man sich zum Ziel, „Natur Natur sein zu lassen“, d.h. die Natur soll sich möglichst ohne große Eingriffe durch den Menschen entwickeln und gestalten können. Gerade auf den Inseln ist das natürlich ein großes Ziel, das zu erreichen man immer gewisse Kompromisse eingehen muss.

Nebenbei bemerkt hat dabei das Land Niedersachsen sinnvollerweise die Inselflächen nicht aus dem Nationalpark ausgegliedert, wie das z.B. in Schleswig Holstein der Fall ist … Praktisch heißt das für Insulaner wie auch Gäste, dass Sie sich nach Möglichkeit an die Nationalparkbeschilderung halten sollten. Es gibt überall auf der Insel (auch bei uns an der Rezeption) Karten vom Nationalpark, auf denen die verschiedenen Schutzzonen ersichtlich sind. An dieser Stelle soll der Hinweis genügen, dass man sich zumindest in den „Ruhezonen“ (am strengsten geschützter Bereich des Nationalparks), immer und ausnahmslos an die ausgeschilderten Wege halten soll (Holzpfähle mit grüner Markierung).

Sollten Sie näher am Thema Nationalpark und dem „UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer“ interessiert sein, so besuchen Sie gerne auch das Nationalparkschiff Feuerschiff Borkumriff im Schutzhafen. Die dortigen Mitarbeiter bieten auch eine Vielzahl von Vorträgen und Führungen an.